Artikel zum Thema: Flüchtlinge
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ZentralredaktionEKD-Migrationsexperte fordert humanitäre Korridore

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, appelliert an die Politik, humanitäre Korridore nach Europa einzurichten. "Es geht nicht um ein vorübergehendes Phänomen, sondern um das Weltproblem Flucht, von dem aktuell 70 Millionen Menschen betroffen sind", sagte der Theologe am 18. Juli dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Valletta.

ZentralredaktionEKD-Migrationsexperte: Kirchenasyl ist kein Rechtsbruch

Der evangelische Migrationsexperte Manfred Rekowski hat das Kirchenasyl als Instrument zur Überprüfung von Abschiebe-Entscheidungen verteidigt. "Es bedeutet ja keinen Rechtsbruch, sondern ermöglicht in bestimmten Fällen, einen Aufschub zu erhalten, um Fälle noch einmal zu prüfen", sagte er mit Blick auf das Vorgehen einer Kirchengemeinde in Solingen, die einem Iraner Kirchenasyl gewährt.

ZentralredaktionForscher legen Studie über Flüchtlingsberichterstattung vor

Die Berichterstattung führender deutscher Medien während der Flüchtlingskrise 2015 und 2016 ist einer neuen Studie zufolge nicht ausgewogen gewesen. Eine Forschergruppe um den Mainzer Publizistik-Professor Marcus Maurer entkräftet mit den vorgelegten Daten zugleich die unter Bundesbürgern verbreitete These, die Leitmedien hätten problematische Aspekte der Zuwanderung ausgeblendet.

ZentralredaktionSeemannsmission sieht Flüchtlingsretter auf Handelsschiffen in seelischer Not

Angesichts der dramatischen Situation von Flüchtlingen im Mittelmeer warnt die Deutsche Seemannsmission in Bremen vor einer Kriminalisierung derjenigen, die Menschen aus Seenot retten. Dazu gehörten immer häufiger Besatzungen von Handelsschiffen, sagte Seemannsdiakon Markus Schildhauer dem Evangelischen Pressedienst (epd). "Kapitäne und Crewmitglieder werden als Fluchthelfer angeklagt." Sie seien aber nach internationalem Seerecht verpflichtet, Schiffbrüchige aufzunehmen. Schildhauer arbeitet in der ägyptischen Hafenstadt Alexandria und spricht dort oft mit Nothelfern.

ZentralredaktionZwischen Angst und Hunger

Stacheldraht, eine Mauer soweit das Auge reicht, ein Pulk von Sicherheitskräften: Das Bakassi-Camp in der nordöstlichen Stadt Maiduguri mit knapp 22.000 Bewohnern und gut 500 Sicherheitskräften ist das größte von 21 offiziellen Lagern für Vertriebene in Nigeria. Ibrahim Fatih lebt seit fast drei Jahren dort, mit seiner fünfköpfigen Familie auf zehn Quadratmetern. "Wir würden sofort zurückgehen, wenn wir nur könnten!", eröffnet der 53-Jährige das Gespräch. "Wenn Frieden herrscht, bin ich am nächsten Tag zurück."